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Cover: Die unbequeme Vergangenheit

Nikolai Epplée

Die unbequeme Vergangenheit

Vom Umgang mit Staatsverbrechen in Russland und anderswo. Aus dem Russischen von Anselm Bühling

Wie umgehen mit einer Geschichte, die von Phasen exzessiven Terrors geprägt war? Kann es eine Aufarbeitung der Vergangenheit geben, wenn als einzige Institution der Geheimdienst den Zusammenbruch der Sowjetunion überdauert hat?

Nikolai Epplée umreißt in seinem fesselnden Buch die Unterdrückungsmethoden der Sowjetherrschaft von der Oktoberrevolution bis zu Stalins Tod und die anschließenden Versuche, ihre Opfer zu rehabilitieren. Eine »Versöhnung« von oben spricht die Bürger von Schuld und Verantwortung frei, während Initiativen von unten, wie die im Dezember 2021 verbotene Menschenrechtsgesellschaft Memorial, Millionen von Toten ihre Namen zurückgeben. Vergleichend blickt er auf Länder wie Argentinien, Deutschland, Japan, Polen, Spanien und Südafrika. Ob Schlussstrich, juristische Aufarbeitung oder Wahrheitskommissionen – was lässt sich daraus lernen?

Welche Folgen das Ausbleiben der Vergangenheitsbearbeitung für die russische Gesellschaft hatte, zeigt sich heute dramatischer als je zuvor. Wie dennoch zu einem produktiven Umgang mit der Vergangenheit gefunden werden könnte – das ist Thema dieser eindringlichen Studie, die seit Kriegsbeginn ein Bestseller ist.
(Verlagstext)

Verlag
Suhrkamp Verlag
Erscheinungsdatum
2023
ISBN/EAN
978-3-518-43105-4
Format
Einband - fest (Hardcover)
Seiten
598
Preis
30,00 €
Status
lieferbar

Zur Autorin / Zum Autor

Nikolai Epplée ist Philologe, Kulturwissenschaftler und Übersetzer sowie Experte für die Geschichte westeuropäischer Literaturen. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind das historische Gedächtnis und die Geschichte der Verbrechen des Sowjetstaates.