Enno Stahl
Die Sprache der Neuen Rechten
Populistische Rhetorik und Strategien
Eine bedenkliche Aggressivität im verbalen Umgang, eine Abstumpfung gegenüber Gewalt und dem tragischen Schicksal anderer treten immer deutlicher zu Tage – es sind dies Reflexe, die gerade die Politiker und Politikerinnen der Neuen Rechten gerne und ausgiebig bedienen. In Internetforen und sozialen Netzwerken, den »digitalen Stammtischen« von Facebook, Twitter und Co., nehmen die Menschen kein Blatt mehr vor den Mund; zunehmend sind hier brutale, menschenverachtende und volksverhetzende Sprachausfälle zu verzeichnen, die einen angst und bange werden lassen. Womöglich ist das rechte Lager bereits dabei, den Boden zu bereiten, auch wenn heute noch nicht so viel auf eine neuerliche Machtübernahme von rechts hinweist. Doch damit rechnete vor 86 Jahren auch niemand. Daher ist es wichtig, die Sprachbilder der Neuen Rechten und die dahinterstehenden Denktraditionen zu dokumentieren und zu durchleuchten. Komplexe Kausalzusammenhänge haben dazu geführt, dass es so weit hat kommen können. Dieser Essay möchte einige davon nennen und die Bedingungen analysieren, die diese Entwicklung begünstigten. Was man dagegen tun kann? Der Essay schließt mit einigen Hinweisen zur Strategie im Handeln gegen Rechts.
(Verlagstext)
- Verlag
- Alfred Kröner Verlag
- Erscheinungsdatum
- 2019
- ISBN/EAN
- 978-3-520-72101-3
- Format
- Einband - flex.(Paperback)
- Seiten
- 208
- Preis
- 16,00 €
- Status
- lieferbar
Zur Autorin / Zum Autor
Enno Stahl, geb. 1962, ist Autor, Kulturjournalist und Germanist. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Heinrich-Heine-Instituts der Stadt Düsseldorf. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind Gegenwartsliteratur und historische Avantgarde, insbesondere aus literatursoziologischer Sicht. Zuletzt veröffentlichte er unter anderem die Romane: Sredzki Ecke Rykestraße (2019), Spätkirmes (2017), Winkler, Werber (2012) und den Essayband Diskurspogo. Über Literatur und Gesellschaft (2013).