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Cover: Deutsches Militär auf kolonialen Kriegsschauplätzen

Susanne Kuß

Deutsches Militär auf kolonialen Kriegsschauplätzen

Eskalation von Gewalt zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Für die Kolonialkriege galt nationenübergreifend der einfache Grundsatz: Jede Form der Gewalt - also auch gegen Frauen und Kinder - ist erlaubt, sofern sie der eigenen Kriegführung dient. Wichtiger als die moralische Beurteilung militärischen Handelns ist es deshalb zu begreifen, wie es im Verlauf von Kriegen zu extremen Gewalttaten kommen konnte. Susanne Kuß präsentiert mit dem Konzept des "Kriegsschauplatzes" einen neuen Ansatz, um die Entgrenzung von Gewalt in Kriegshandlungen zu analysieren. In ihrer empirischen Untersuchung der drei "großen" deutschen Kolonialkriege - dem Boxerkrieg in China, dem Herero- und Namakrieg in Deutsch-Südwestafrika, dem Majimaji-Krieg in Deutsch-Ostafrika - zeigt sie, dass Art und Ausmaß der Gewalt durch das situative Zusammenspiel verschiedener Faktoren vor Ort bestimmt wurden. Genozidale Gewalt war immer möglich, aber nicht eindeutig determiniert.
(Klappentext)

Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar.

Verlag
Christoph Links Verlag
Erscheinungsdatum
2010
ISBN/EAN
9783861536031
Format
Einband - fest (Hardcover)
Seiten
500
Preis
50,00 €
Status
vom Verlag als vergriffen gemeldet

Zur Autorin / Zum Autor

Susanne Kuß, Jahrgang 1965. 1984-91 Studium der Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft in Freiburg und Berlin; 1992-94 Mitarbeiterin am Ostasiatischen Seminar der Freien Universität Berlin; 1994-2008 in verschiedenen Positionen am Historischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg tätig; 1998 Promotion. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Kolonialgeschichte und zur deutsch-chinesischen Geschichte.