Karel Čapek
Der Krieg mit den Molchen
Roman. Aus dem Tschechischen von Doris Kouba. Mit einem Nachwort von Katja Lange-Müller
Zum Gastlandauftritt Tschechiens auf der Frankfurter Buchmesse 2026
In einer Bucht vor Sumatra entdeckt Kapitän Jan van Toch eine ungewöhnlich intelligente und lernfähige Spezies von Riesenmolchen. Er richtet sie darauf ab, Perlen zu fischen, und baut schnell ein florierendes und expandierendes Geschäft auf. Nach seinem Tod verkaufen seine Geschäftspartner die sich schnell vermehrenden Molche als billige Unterwasser-Arbeitskräfte in die ganze Welt. Mittlerweile haben sie schon zu sprechen und den aufrechten Gang gelernt – und wurden sogar für gefährliche Kriegseinsätze trainiert und mit Waffen ausgestattet. Plötzlich wendet sich das Blatt, und die Molche lehnen sich gegen die Menschen auf: ein unbarmherziger Krieg beginnt.
Mit seinem beißenden Witz und Erfindungsreichtum sowie seiner großen stilistischen Bandbreite lässt sich Karel Čapeks überraschend aktueller Klassiker von 1936 in Doris Koubas verspielter Neuübersetzung als eindringliche Warnung nicht zuletzt vor blindwütigem Fortschrittsglauben, kapitalistischer Ausbeutung und aufziehendem Faschismus lesen.
Mit einem Nachwort von Katja Lange-Müller
(Verlagstext)
- Verlag
- S. FISCHER
- Erscheinungsdatum
- 23.09.2026
- ISBN/EAN
- 978-3-10-397652-6
- Format
- Einband - fest (Hardcover)
- Seiten
- 368
- Preis
- 26,00 €
- Status
- lieferbar
Zur Autorin / Zum Autor
Karel Čapek kam 1890 in Malé Svatoňovice im damaligen Österreich-Ungarn zur Welt und starb 1938 in Prag. Er gilt als einer der wichtigsten tschechischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Nach einem Philosophiestudium in Prag, Berlin und Paris arbeitete er als Journalist und später als Regisseur und Dramaturg. Er verfasste zahlreiche phantastische, philosophische und satirische Romane, Theaterstücke, Erzählungen, Essays, Reiseberichte und Kinderbücher. In seinen Werken warnte er wiederholt vor totalitären Regimen und übermächtigen Industriekonzernen. In den Jahren 1925 bis 1933 war er der erste Vorsitzende des tschechoslowakischen PEN-Clubs. Zu seinen Ehren vergibt der tschechische P.E.N.-Club seit 1994 alle zwei Jahre den Karel-Čapek-Preis.
Doris Kouba, geb. 1974 in Darmstadt, arbeitet seit ihrem Studium an der Universität Hamburg als Übersetzerin aus dem Tschechischen, Slowakischen und Englischen. Sie hat unter anderem Petra Hůlová, Josef Pánek, Marek Šindelka und David Zábranský ins Deutsche übertragen und wurde vielfach ausgezeichnet. Sie lebt in Prag und Hamburg.