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Cover: Das Nebelhaus

Empfehlung von
Brigitte Hort, Eitorf

Eric Berg

Das Nebelhaus

Roman

Drei Tote und eine Komapatientin war die Bilanz der „Blutnacht von Hiddensee“ vom 2. September 2010. Für die Bewohner der ruhigen Ostseeinsel ein Schock. Für die Medien eine Schlagzeile. Die Meldung hatte es sogar in die Tagesschau geschafft. Die Täterin ist scheinbar identifiziert. Ein Geständnis aber gibt es nicht, da Leonie, die Verdächtige, seit jenem schrecklichen Ereignis im Koma liegt.

Was war passiert – wo der Anfang Geschichte? Während der lang zurückliegenden Studienzeit waren Timo, Philipp, Yasmin und Leonie Freunde mit einem gemeinsamen Ziel: Die Welt zu verbessern. Danach hatte jeder für sich versucht, im realen Leben Fuß zu fassen, mehr oder weniger erfolgreich. Allein Philipp hatte es als Architekt ganz nach oben geschafft. Nach vielen Jahren ohne jeden Kontakt finden sie sich über das Internet wieder und Philipp lädt die Freunde zu einem Wochenende nach Hiddensee ein.

Dort hatte er für sich und seine Familie – seine sehr attraktive Ehefrau und sein über alles geliebtes Töchterchen - ein architektonisch beeindruckendes Haus gebaut, dass, weil es überwiegend aus Glas besteht und deshalb im Nebel nur schemenhaft zu erkennen ist, von den Einheimischen das Nebelhaus genannt wird. Das Wochenende wird für die Freunde und ihre nächste Umgebung – die Flüchtlingsfamilie Nan aus Kambodscha – zum Desaster. Und als seien sie unter einer dichten Nebeldecke verborgen, kommen auch die Ursachen für diese schreckliche Tat nur schemenhaft zum Vorschein.

Anlässlich des 2. Jahrestages der „Blutnacht von Hiddensee“ wird Journalistin Doro Kagel beauftragt, erneut über die Geschehnisse zu berichten. Zunächst beschäftigt sie sich ziemlich lustlos mit der Story, bis sie in Berlin Yim kennenlernt, den Besitzer eines asiatischen Restaurants und, wie sich später herausstellt, der Sohn des Ehepaares Nan. Gemeinsam fahren sie nach Hiddensee, denn auch seine Mutter, Haushälterin und Kindermädchen bei Philipps Familie, war an besagtem Wochenende im Nebelhaus.
Doro Kagel ist eine Vollblutjournalistin und entdeckt bald viele Unstimmigkeiten in der Geschichte. Auch bei Yim, in den sie sich inzwischen verliebt hat, gibt es ein Familiengeheimnis, das er zu verbergen versucht. Grund genug für sie, die Fährte aufzunehmen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Das Nebelhaus ist spannend von der ersten bis letzten Seite. Eine psychologisch fein gestrickte Handlung zieht den Leser immer tiefer in die Geschichte und die dramatischen Verwicklungen der Personen hinein. Lässt ihn bis zum Schluss rätseln, wie es denn zu dem Tathergang hatte kommen können. Welcher der Beteiligten das Massaker überlebt und wer tatsächlich der Mörder sein könnte. Raffiniert wechselt der Autor zwischen zwei Handlungssträngen - dem Rückblick auf das Wochenende und der aktuellen Recherche, in der die Journalistin puzzleartig ihre neuen Erkenntnisse zusammensetzt – und steigert damit die Spannung bis ins Unerträgliche. So geschickt der Autor die Auflösung bis zu den letzten Seiten herauszögert, so überraschend und nachvollziehbar ist sie dann auch.

Ein fesselnder Erstlings-Krimi, der es in sich hat.

Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar.

Verlag
Limes Verlag. 2013
ISBN/EAN
978-3-8090-2615-0
Format
Einband - flex.(Paperback)
Seiten
416
Preis
14,99 €
Status
nicht lieferbar

Zur Autorin / Zum Autor

Eric Berg ist das Pseudonym eines erfolgreichen deutschen Autors, der sich mit historischen Romanen einen Namen gemacht hat. Mit Das Nebelhaus verwirklicht er einen lang gehegten schriftstellerischen Traum: das Schreiben eines Kriminalromans.

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