Alain Ehrenberg
Das erschöpfte Selbst
Depression und Gesellschaft in der Gegenwart. Aus dem Französischen von Manuela Lenzen und Martin Klaus.
Die Ausbreitung von Depressionen, der steigende Konsum von Antidepressiva und die Zunahme der Alkoholabhängigkeit in den westlichen Gesellschaften sind für Alain Ehrenberg Reaktionen auf die allgegenwärtige Erwartung eigenverantwortlicher Selbstverwirklichung. Damit hat das Projekt der Moderne, die Befreiung des Subjekts aus überkommenen Bindungen und Traditionen, eine paradoxe Verkehrung erfahren. War die Neurose die pathologische Signatur eines repressiven Kapitalismus, so ist die Depression die Kehrseite einer kapitalistischen Gesellschaft, die das authentische Selbst zur Produktivkraft macht und es bis zur Erschöpfung fordert. Ehrenberg untersucht in einer erhellenden Kombination von Psychiatriegeschichte und Zivilisationsdiagnose, welchen psychischen Preis die Individuen für diese Verkehrung heute zu zahlen haben.
(Klappentext)
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- Verlag
- Suhrkamp Verlag
- Erscheinungsdatum
- 2011
- ISBN/EAN
- 978-3-518-29475-8
- Format
- Einband - flex.(Paperback)
- Seiten
- 335
- Preis
- 16,00 €
- Status
- nicht lieferbar
Zur Autorin / Zum Autor
Alain Ehrenberg ist Soziologe am Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) in Paris.