Juan Damonte
Ciao Papá (Chau Papá)
Roman. Ü: Peter Tremp
Der Lateinamerika Verlag veröffentlicht einen weiteren Roman aus dem Fundus des Kuriositätenkabinettes der argentinischen Literatur: Juan Damonte, Sprößling eines bekannten argentinischen Clans, Bruder von Copi (d. i. Raúl Damonte, einer Ikone der lateinamerikanischen Theateravantgarde), schrieb während seines 61jährigen Lebens nur ein einzigen Roman und erhielt dafür sogar einen Preis, den der Semana negra der Stadt Gijón, der den besten Kriminalroman würdigt. Ciao Papá ist mehr als nur ein Krimi, es ist ein Identitätsvermächtnis eines im permanenten Exil verbrachten Lebens.
Angeblich existieren weitere Texte, aber wir kennen bisher nur diesen Beweis seines Talentes, das zwischen Literatur und Kunst wandelt. Damonte führt uns eine Realität vor Augen, die grausamer nicht sein kann: Zwei ausweglose Situationen, die der Militärdiktatur, die das äußerliche Leben diktiert, und die innere Hölle einer Drogenabhängigkeit.
Leider wird der spanische Originaltitel (Chau, papá), der den Schmerz des Abschiedes signalisiert, hier von einem Ciao ersetzt, das sowohl als Abschieds-, als auch als Grußformel verwendet wird, was dem Titel eine gewisse Milde verleiht.
Diana García Simon (Bücher zu Lateinamerika)
Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar.
- Verlag
- Solothurn: Lateinamerika Verlag
- ISBN/EAN
- 978-3-9522966-3-9
- Format
- Buch
- Seiten
- 188
- Preis
- 14,80 €
- Status
- nicht lieferbar
Zur Autorin / Zum Autor
Juan Damonte wurde 1945 in Buenos Aires als Sohn italienischstämmiger Einwanderer geboren. Die Familie, zu Reichtum gekommen, überwarf sich mit der politischen Führungsschicht in Argentinien und mußte ins Exil: Uruguay, Frankreich und Mexiko waren die Stationen. Damonte verstarb im Jahre 2005 in Mexiko.