Frank Bajohr; Beate Meyer; Joachim u. a. Szodrzynski (Hg)
Bedrohung, Hoffnung, Skepsis
Vier Tagebücher des Jahres 1933
Die NS-Machtübernahme am 30. Januar 1933 gehört auch 80 Jahre danach zu den weithin bekannten historischen Zäsuren des 20. Jahrhunderts. Dennoch ist immer noch wenig über unmittelbare Eindrücke und Reaktionen der Zeitgenossen gerade im ersten Jahr der NS-Herrschaft bekannt. Begriffen die Menschen die damaligen Ereignisse als einen tiefgreifenden Einschnitt im politischen und in ihrem persönlichen Leben? Welche Veränderungen im gesellschaftlichen und politischen Alltag nahmen sie wahr? Wie gingen sie mit den Ansprüchen und Anforderungen um, die das neue Regime schon bald an sie stellte?Ein Blick in die Tagebücher der Lehrerin Louise Solmitz, des jüdischen Rechtsanwalts Kurt F. Rosenberg, des Bankiers Cornelius Freiherr von Berenberg-Goßler und des Archivars Nikolaus Sieveking offenbart ein breites Spektrum an Grundhaltungen, Verhaltensweisen, Wahrnehmungen und Meinungen. Abhängig von den jeweiligen politischen Präferenzen der vier Tagebuchschreiber aus Hamburg, ihrer sozialen Herkunft und nicht zuletzt ihrem vom NS-Regime definierten "rassischen" Status, eröffnet sich heutigen Leserinnen und Lesern ein genauer Blick auf die Frühzeit des NS-Regimes und den Alltag des Jahres 1933.
(Klappentext)
Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar.
- Verlag
- Wallstein Verlag
- Erscheinungsdatum
- 2013
- ISBN/EAN
- 9783835313651
- Format
- Einband - fest (Hardcover)
- Seiten
- 494
- Preis
- 34,90 €
- Status
- vom Verlag als vergriffen gemeldet
Zur Autorin / Zum Autor
Herausgeber
Frank Bajohr, geboren 1961, studierte Geschichte, Sozial und Erziehungswissenschaften in Essen; Staatsexamen; seit 1989 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg; Dr. phil. 1997; seit 1997 Lehrbeauftragter am Historischen Seminar der Universität Hamburg; 2000/2001 Fellow am International Institute for Holocaust Research in Yad Vashem/Israel. Verfasser zahlreicher Bücher und Aufsätze.