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Autor
Priemel, Kim C.; Stiller, Alexa (Hg)

NMT

Untertitel
Die Nürnberger Militärtribunale zwischen Geschichte, Gerechtigkeit und Rechtschöpfung
Beschreibung

Die zwölf Verfahren vor dem Nürnberger Militärtribunal (NMT), in denen amerikanische Ankläger zwischen 1946 und 1949 die Funktionseliten aus Militär, Bürokratie, Partei und Wirtschaft des »Dritten Reiches« vor Gericht stellten, standen lange Zeit im Schatten des ersten, sogenannten Hauptkriegsverbrecherprozesses. Und doch sollten die Verfahren der Nürnberger Militärtribunale historisch wie juristisch eine erhebliche Wirkmacht entfalten. Denn die Ermittler und Staatsanwälte stellten sich eine hochkomplexe Aufgabe: Es sollten nicht nur die Verantwortlichen auch jenseits der unmittelbaren Täter zur Rechenschaft gezogen und juristische Präzedenzfälle geschaffen, sondern zugleich sollte eine historisch korrekte Lesart der natio nalsozialistischen Herrschaft etabliert werden. Recht, Gerechtigkeit und Geschichte sollten Hand in Hand gehen. In der Umsetzung stieß dieses ambitionierte Vorhaben auf zahlreiche Probleme: praktische Schwierigkeiten der Beweisführung, kontroverse historische Interpretationen im Gerichtssaal, die wachsende Ablehnung der Verfahren in der deutschen und US-amerikanischen Öffentlichkeit sowie der beginnende Kalte Krieg.

Erstmals werden alle zwölf Prozesse und ihre Protagonisten – Richter und Rechercheure, Ankläger und Analysten, Verteidiger und Verurteilte – umfassend untersucht sowie die historischen Kontexte und juristischen Probleme systematisch dargestellt.
(Klappentext)

Verlag
Hamburger Edition, 2013
Format
Gebunden
Seiten
928 Seiten
ISBN/EAN
978-3-86854-260-8
Preis
49,00 EUR

Zur Autorin/Zum Autor:

Die Herausgeber
Kim C. Priemel wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universitat zu Berlin. Forschungsschwerpunkte: Geschichte des »Dritten Reiches«, Europäische Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Alexa Stiller, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte am Historischen Institut der Universität Bern. Sie arbeitet zur Geschichte der Zwangsmigration im 20. Jahrhundert, zu Gewalt- und Genozidforschung und zur Geschichte der Kriegsverbrecherprozesse.