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Autor
Mitscherlich-Nielsen, Margarete

Die Radikalität des Alters

Untertitel
Einsichten einer Psychoanalytikerin
Beschreibung

Jetzt ist die Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich 93 Jahre alt geworden und resümiert ihr bisheriges Leben. Wo kommt sie her? Wofür und wogegen lohnte es sich zu kämpfen? Was bedeuten für sie Alter und Tod?

Verlag
Fischer Verlag, 2011
Format
Taschenbuch
Seiten
272 Seiten
ISBN/EAN
978-3-596-18956-4
Preis
9,99 EUR

Zur Autorin/Zum Autor:

Margarete Mitscherlich-Nielsen, geb. 1917 in Dänemark, ist Psychoanalytikerin, Medizinerin und Autorin zahlreicher Bücher. Die Tochter eines dänischen Arztes und einer deutschen Lehrerin studierte Medizin und Literatur in München und Heidelberg und wurde 1950 in Tübingen zum Dr. med. promoviert. 1947 traf sie in der Schweiz den Arzt und Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich (1908–1982), den sie 1955 heiratete. Gemeinsam bemühten sie sich nach dem Krieg um die Wiederbelebung der Psychoanalyse in Deutschland. 1960 war sie Mitbegründerin des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt, wo sie fortan vorrangig arbeitete, und fungierte viele Jahre als Herausgeberin der Zeitschrift ›Psyche‹. Gemeinsam mit ihrem Mann veröffentlichte Margarete Mitscherlich 1967 das bahnbrechende Buch ›Die Unfähigkeit zu trauern‹. Es folgten u.a. ›Die friedfertige Frau‹ (1985), ›Die Zukunft ist weiblich‹ (1987) und ›Über die Mühsal der Emanzipation‹ (1990). Margarete Mitscherlich lebt in Frankfurt am Main.

Zum Buch:

Jetzt ist die Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich 93 Jahre alt geworden und resümiert ihr bisheriges Leben. Wo kommt sie her? Wofür und wogegen lohnte es sich zu kämpfen? Was bedeuten für sie Alter und Tod? Ihr Lebensthema ist und bleibt die Aufarbeitung des Nationalsozialismus und die Unfähigkeit der Deutschen zu trauern. Keine Zukunft ohne Erinnerung. Von großer Bedeutung ist auch ihre Auseinandersetzung mit Emanzipation, wobei es ihr sowohl um die Befreiung von Vorurteilen und Ideologien, als auch um die Emanzipation der Frauen und die Auseinandersetzung mit den bestehenden Geschlechterrollen geht. Besonders überzeugend ist Margarete Mitscherlich, wenn sie feministische Kriterien für die Psychoanalyse gebraucht und berührend, wenn sie das Freud’sche Modell des “Durcharbeitens” auf ihre eigene Biographie anwendet.

Doris Claus, Buchladen in der Osterstraße, Hamburg