Sabotageakte, Attentate oder organisierte Selbsthilfe: der jüdische Widerstand während des Nationalsozialismus drückte sich in verschiedenst …
mehrSommer 1942. Im tschetschenischen Luhatschowitz betritt der Jude Max Mannheimer trotz der Ausgangssperre den hiesigen Kurpark, reißt alle vorhandenen Verbotsschilder aus dem Boden, auf denen „Für Juden verboten!“ steht, und entkommt ungesehen im Dunkel der Nacht.
Max Mannheimer ist nur einer von vielen Namen, die im Gedächtnis der Geschichte des Nationalsozialismus nicht vorkommen. Na …
mehrSeit längerem schon geht Eli mehrmals in der Woche zu seiner Analytikerin Dottoressa Malatesta. Vor Jahren war er ein preisgekrönter Filmreg …
mehrDas Buch beginnt mit einer kurzen Filmszene: Ein älterer Mann, eine junge Frau und ein kleiner Junge flüchten 1922 aus dem revolutionären Russland. In Odessa besteigen sie ein Schiff nach Konstantinopel. Während der Mann und der Junge in der Kabine bleiben, streift die junge Frau durch das Schiff. Nach 80 Minuten steigt sie über die Reling und springt. Dann fragt eine Stimme: „Das ist de …
mehrRathkolbs Buch besticht durch die Fülle empirischer Befunde, die der Autor sachkundig und argumentativ behutsam sortiert und interpretiert, …
mehrDer Untertitel des Buches des Wiener Historikers Rathkolb erinnert an Volker Ullrichs 1997 erschienene brillante Studie Die nervöse Großmacht über das kaiserliche Deutschland vor 1914, obwohl sie im Apparat des Buches nicht auftaucht. Wie auch immer: Das Agieren des ebenso umtriebigen wie wankelmütigen deutschen Kaisers nach der Devise: „sic volo, sic iubeo voluntas regis suprema lex …
mehrMit den hier vorliegenden, im Laufe seines epochalen Fotoprojekts Genesis entstandenen 65 Duotonaufnahmen der arktischen Gletscherwelt hat …
mehrEndlose, zu einer Momentaufnahme erstarrte Eislandschaft. Weiße, archaische Ödnis. Raue Kälte. Unterhalb der Abbruchkante des Schelfeises die aufgewühlte See, unentwegt an deren Grundfesten nagend; und Sturmschwalben, jähe Schatten vor der sich auftürmenden Wand aus weißem Schiefer, die sich im auflandigen Wind wie mühelos bewegen.
Die gewaltige, wie gefältelte Eismasse eines Gebirg …
mehrIst man jemals zu alt für die Liebe? Der achtzigjährigen Natascha Wodin ist sie vor sechs Jahren noch einmal begegnet. Mit allem, was dazu g …
mehrZwei Menschen über siebzig: die Schriftstellerin Natscha Wodin, Kind russischer Zwangsarbeiter, die nach dem Krieg in Deutschland blieben, und der sieben Jahre ältere, in der DDR aufgewachsene Friedrich, der nach seiner Flucht in die BRD zum damals jüngsten Mathematikprofessor des Landes wurde. Beide leben alleine und haben sich darin eingerichtet. Sie sind nicht unzufrieden, aber auch n …
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