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Emanzipation

Autor
Demirovic, Alex; Lettow, Susanne; Maihofer, Andrea (Hg)

Emanzipation

Untertitel
Zur Geschichte und Aktualität eines politischen Begriffs
Beschreibung

Der Begriff der Emanzipation spielte in der Geschichte vieler sozialer Bewegungen seit dem 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle. Insbesondere in der kritischen Theorie von Marx bis Marcuse hatte der Begriff eine zentrale Bedeutung. Die neue Linke der 1960er und 1970er Jahre berief sich emphatisch auf ihn, während die feministischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts den Begriff der Emanzipation vielfach durch den der Befreiung ersetzten. Anders als Gleichheit oder Freiheit, auf die verbreitet Bezug genommen wird, ist der Begriff der Emanzipation allerdings kaum Gegenstand grundsätzlicher Reflexion geworden. Beklagt wurde schon in den 1970er Jahren seine Vieldeutigkeit. In den poststrukturalistischen und postkolonialen Diskussionen wurde und wird zudem starke Kritik an diesem Begriff formuliert, weil er zu einem Feld von Begriffen gehört, die ihrerseits mit Herrschaftspraktiken verbunden sind: Aufklärung, Freiheit, Autonomie, Subjekt, Vernunft, Universalismus oder Fortschritt. Vor dem Hintergrund aktueller Auseinandersetzungen um Begriff und Sache der Emanzipation diskutieren die Autor_innen des Bandes, ob und inwiefern Emanzipation heute zur Selbstverständigung über soziale Befreiungsversuche taugt, bzw. wie ein zeitgemäßer, intersektionaler Begriff von Emanzipation beschaffen sein müsste und Orientierung geben kann. Es schreiben: Michael Brie, Maria do Mar Castro Varela, Sara Farris, Tatjana Freytag, Katia Genel, Ruth Sonderegger, Moshe Zimmermann u.a.
(Klappentext)

Verlag
Westfälisches Dampfboot, 2019
Seiten
233
Format
Kartoniert
ISBN/EAN
978-3-89691-282-4
Preis
25,00 EUR
Status
lieferbar

Zur Autorin / Zum Autor:

Herausgeber
Alex Demirovic, geb. 1952, ist Senior Fellow der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Mitglied der Redaktionen von PROKLA (2018 Wechsel in den Redaktionsbeirat) und LuXemburg. Arbeitsschwerpunkte: Demokratie- und Staatstheorie, kritische Theorie der Gesellschaft, Intellektuelle, Bildung und Wissen. Neuere Veröffentlichungen u.a.: Nicos Poulantzas. Aktualität und Probleme materialistischer Staatstheorie, Münster 2007; Mitherausgeber der AkG-Bände Kritik und Materialität, Münster 2008 und Das Subjekt – zwischen Krise und Emanzipation, Münster 2010 sowie mit Heike Walk Demokratie und Governance. Kritische Perspektiven auf neue Formen politischer Herrschaft, Münster 2011, zuletzt Hrsg. von Transformation der Demokratie – demokratische Transformation, Münster 2016 und zusammen mit Mario Candeias von Europe, what’s left? Die europäische Union zwischen Zerfall, Autoritarismus und demokratischer Erneuerung, Münster 2017.

Susanne Lettow, ist Privatdozentin am Institut für Philosophie und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Margherita-von-Brentano-Zentrum für Geschlechterforschung der Freien Universität Berlin. Arbeitsschwerpunkte: Feministische Theorie, Kritische Sozialphilosophie, Geschichte und Theorie der Biopolitik, Wissenschafts- und Techniktheorien.

Andrea Maihofer, Dr. phil., Philosophin, Soziologin und Geschlechterforscherin; Professorin für Geschlechterforschung an der Universität Basel und Leiterin des Zentrums Gender Studies; Leiterin des Gender-Graduiertenkollegs sowie Präsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für Geschlechterforschung. Arbeitsgebiete: kritische Gesellschaftstheorie, Recht, Normen, Wandel und Persistenz von Geschlechterverhältnissen, Familie, Sozialisation, Berufsverläufe, Männlichkeit(en), Sexualität.