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Meine Schwester, die Serienmörderin

Autor
Braithwaite, Oyinkan

Meine Schwester, die Serienmörderin

Untertitel
Der #1 Sunday Times Bestseller. Aus dem Englischen von Yasemin Dinçer
Beschreibung

Geschwister zu haben, ist nicht immer nur ein Geschenk. Davon weiß Korede ein Lied zu singen. Denn ihre Schwester besitzt alles, was Korede nicht hat, und obendrein droht in diesem rasant erzählten Roman ein schauriges Geheimnis ans Tageslicht zu treten, welches beide Schwestern auf ewig aneinander bindet.
(ausführliche Besprechung unten)

Verlag
Blumenbar Verlag, 2020
Seiten
240
Format
Gebunden
ISBN/EAN
978-3-351-05074-0
Preis
20,00 EUR
Status
lieferbar

Zur Autorin / Zum Autor:

Oyinkan Braithwaite hat Kreatives Schreiben und Jura in Kingston studiert, in einem nigerianischen Verlag und in einer Produktionsfirma gearbeitet. Heute ist sie als freie Autorin tätig. Sie war nominiert für den Commenwealth Short Story Preis und ihr Debütroman “Meine Schwester, die Serienkillerin” war ein fulminanter Erfolg in der englischsprachigen Welt und hat den Los Angeles Times Book Prize gewonnen. Sie lebt in Lagos, Nigeria.

Zum Buch:

Korede arbeitet seit rund einem Jahr in einem Krankenhaus der nigerianischen Hauptstadt Lagos als dienstbeflissene Pflegerin und ist der Ansicht, im Grunde genommen ein ganz nettes Leben zu führen – wäre da nicht ihre Schwester Ayoola.

Ayoola besitzt alles, was Korede nicht hat. Sie ist jung, sie ist bezaubernd schön, weshalb ihr die Männer reihenweise zu Füßen liegen, sie ist das eigentliche Lieblingskind ihrer Mutter und in ihrem Beruf als Modedesignerin unglaublich erfolgreich. Und obendrein scheint ihr alles mit einem einfachen Fingerschnippen zuzufliegen.

Korede hingegen muss sich erst alles erkämpfen, muss sich Gehör verschaffen und die Ellbogen gebrauchen. Sei es, um den nötigen Respekt ihrer Kolleginnen, die Zuneigung (oder doch zumindest der Akzeptanz) ihrer Mutter oder aber die Aufmerksamkeit des Chefarztes Tade zu gewinnen, in den sie heimlich und unsterblich verliebt ist, dem sie hin und wieder schöne Augen macht – und der von all dem nicht das Geringste zu bemerken scheint.

Ein Ventil für den beständig wachsenden Druck, dem sie sich gegenübersieht, findet Korede allein während der ruhigen Stunden, die sie bei Mr. Muhtar verbringt, einem Patienten, der sich im Dauerkoma befindet und dem sie all ihre Sorgen anvertraut. Wie beispielsweise ihre unerwiderte Liebe zu Tade. Oder die schreckliche Tatsache, dass ihre Schwester bereits drei ihrer Liebhaber ermordet hat, für deren Beseitigung dann immer Korede ihren Kopf hinhalten musste.

Plötzlich überschlagen sich die Geschehnisse, wobei Koredes Ernennung zur Oberschwester das einzige ist, mit dem sie selbst gerechnet hat. Denn nicht nur, dass die Polizei beginnt, wegen des unvermittelten Verschwindens von Ayoolas letztem Liebhaber einer frischen Spur zu folgen, was beide Schwestern in arge Bedrängnis bringt, hinzu kommt noch, dass Tade sich auf einmal in Ayoola verguckt, und das gefällt Korede überhaupt nicht. Doch als wäre das noch nicht genug Ärger, ist zu allem Übel auch noch Mr. Muhtar aus seinem Koma erwacht und scheint sich ungewöhnlich detailliert an ihre Monologe zu erinnern.

Das Romandebüt Meine Schwester, die Serienmörderin, zunächst 2017 als E-Book in Nigeria erschienen und nur ein Jahr später als Buchausgabe bei Doubleday in New York veröffentlicht, brachte Oyinkan Braithwaite auf Anhieb eine Nominierung für den renommierten Booker Prize ein.

Ihre Sprache ist kaum zu vergleichen und allem voran ironisch, rasant und von bitterbösem Humor geprägt. Es braucht zwei, allerhöchstens drei Nachmittage, um sich bis zum Ende durchzulesen, da man von dem außergewöhnlichen Tempo wie auch von den sich überschlagenden Ereignissen und Wendungen sowie den messerscharfen Dialogen sogleich mitgerissen wird.

Axel Vits, Der andere Buchladen, Köln